Kriszti Kiss - Biografisches


Kriszti Kiss, in Budapest geboren, erwarb dort ihr Schauspiel-Diplom an der Staatlichen Hochschule für Schauspielkünste. Nach ihrer Übersiedlung nach Deutschland im Jahre 1981 spielte sie große Rollen u.a. an den Stadttheatern Aachen, Hagen, Oberhausen, am Landestheater Neuss und am Schloßtheater Moers. In den letzten Jahren arbeitet sie – neben vielfältigen Aufgaben in freien Theaterproduktionen – vor allem als Kabarettistin, Chansonsängerin und Rezitatorin. 

Als Kabarettistin ist sie der großen ungarischen Tradition dieses Genres verpflichtet. Dabei hat auch das Chanson immer mehr an Bedeutung gewonnen. Hierzu hat die kontinuierliche Zusammen-arbeit mit dem Autor Dieter Treeck und dem Komponisten Holger Clausen beigetragen.

Ihre Arbeit erhielt in den letzten Jahren neue Impulse durch die Einbindung in das kommunikationswissenschaftliche Team des Weiterbildungszentrums der Ruhr-Universität Bochum, und eine entsprechende kontinuierliche Zusammenarbeit mit dem Weiterbildungszentrum der Bergischen Universität Wuppertal, sowie mit der Hochschule für Oekonomie & Management (FOM) in Essen.

 

Im Dienste der ungarischen Literatur

Die renommierte deutschsprachige ungarische Wochenzeitung „Pester Lloyd“ berichtet im  Juli 2005 ausführlich über die vielfältigen Literatur- und Chansonprogramme, mit denen Kriszti Kiss seit Jahren einen Beitrag zur Popularisierung ungarischer Autoren im deutschsprachigen Raum leistet. Die seit 1994 wieder erscheinende Zeitung, zu deren regelmäßigen Mitarbeitern in den 30er Jahren auch Thomas Mann, Alfred Kerr, Joseph Roth, Stefan Zweig und Alfred Polgar gehörten, schreibt im Kulturteil u.a.:

„In der soeben zu Ende gegangenen Spielzeit widmete sie (Kriszti Kiss) sich in ihrem Programm „Was für eine dämliche, bornierte Sache“ den in Deutschland kaum bekannten Satiren von Frigyes Karinthy. In einer unterhaltsamen Melange mit Texten von Jenö Heltai...., Dezszö Kosztolanyi, István Örkeny, Lájos Nagy und anderen Meistern skurriler Kurzprosa belegte sie kurzweilig und in virtuoser Interpretation den Rang dieser literarischen Gattung weit über die ungarischen Sprachgrenzen hinaus....

Kriszti Kiss, die auch durch Übersetzungen vieler Karinthy-Texte einen verdienstvollen Beitrag zur Vermittlung ungarischer Literatur im deutschen Sprachraum geleistet hat, wurde vom Publikum in Bonn, Köln, Dortmund, Hagen und Wuppertal auch als ausdrucksstarke und komödiantische Interpretin ungarischer Kabarett-Chansons gefeiert. Die vom Dortmunder Autor Dieter Treeck nachgedichteten Chansons von Jenö Heltai, Ernö Szép u.a.  sind schon seit einigen Jahren besondere Leckerbissen in den ungarischen Satireprogrammen von Kriszti Kiss....
PesterLloyd, 27. Juli 2005